Bölkow BO 209 Monsun

Das Flugzeug BO 209 Monsun ist ein zweisitziger freitragender Tiefdecker in Ganzmetallbauweise unter Verwendung von Kunststoffen. Das Tragwerk besteht aus 2 am Boden anklappbaren Trapezflächen mit eingebauten Kraftstofftanks und Randkappen aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

 

Die Tragflächen bestehen aus einem kurzen Nasenholm, dem Haupt- und dem Ruderholm, den Rippen und der Außenhaut. Die Landeklappen und Querruder sind mit Scharnieren gelagert. In das Flugzeug kommt wahlweise ein Motor mit 150 oder 160 PS zum Einbau. Die Abdeckung des Triebwerkes besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

 

 

 

Der Rumpf mit rechteckigem Querschnitt ist gefertigt aus Eckstringern mit Spanten und der Außenhaut. Eine Finne führt vom Ende des Kabinenraumes zur Seitenflosse. Die BO 209 MONSUN besitzt ein Dreibein-Bugfahrwerk. Das Hauptfahrwerk, bestehend aus Federstahlstäben, den Rädern mit Schlauchreifen, den Bremsen und wahlweise Radverkleidungen ist in der Flügelbrücke am Spant 3 mit Gummibuchsen gelagert.

 

Das Bugfahrwerk, wahlweise einziehbar, ist über eine Teleskopfeder am Brandspant befestigt und mit einer Stütz- (Knick-) Strebe nach hinten abgestrebt. Das Einziehbugrad wird elektrisch in den Radkasten eingefahren und ist am Boden staudruckgesteuert gegen unbeabsichtigte Betätigung geschätzt. Bei starrem Bugrad kann das Rad verkleidet werden.

 

Die geräumige Kabine mit dem von innen zugänglichen Gepäckraum wird durch eine nach hinten schiebbare, getönte Kabinenhaube verschlossen. Die Polsterung der verstellbaren Sitzlehnen ist für die Mitnahme von Fallschirmen abnehmbar, bzw. sind die Rückenlehnen gegen Fallschirmlehnen austauschbar. Der Doppelsteuerknüppel überträgt die Steuerkräfte zum Höhen- und Querruder über Stoßstangen bzw.  Steuerseile, die Doppelpedalsteuerung wirkt über Seile zum Seitenruder.

 

Über Stoßstangen auf das Bugrad. Ein Pendelruder funktioniert als Höhenruder. Das Anti-Servo-Tab am Pendelruder mit integrierter Verstellung übernimmt die Funktion des Trimmruders. Die elektrische Anlage wird durch eine von außen zugängliche Batterie und einen 12 V, 40 A Drehstromgenerator versorgt.

 

Die Anlage ist funkentstört und so ausgelegt, dass alle angeschlossenen Verbraucher auch bei Ausfall des Generators bis zur Landung auf dem nächsten Platz ausreichend versorgt werden. Die Ladekontrolle erfolgt über ein Amperemeter. Alle Verbraucher sind einzeln abgesichert und mit Ausnahme der elektrischen Anzeigegeräte einzeln schaltbar.Das Flugzeug kann, mit angeklappten Tragflächen und einem Transportadapter versehen, als Hänger an einem Kraftfahrzeug transportiert werden.

 

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